Die Schule des Provisorischen ®

Die Schule des Provisorischen thematisiert die Suche nach Handlungsalternativen. Dafür werden Techniken der Ideenentwicklung und des Improvisierens vermittelt. Der Bezug zu sozialen Situationen, Kontexten und Prozessen steht dabei in einem besonderen Fokus.

Die Schule des Provisorischen ist ein interdisziplinärer Think Tank, in dem Kunst und Wissenschaft, Praxis und Theorie in Verbindung gebracht werden. Sie bietet Bildungsprojekte und einen Raum für Diskurs an.

Verschiedene Vortrags- und Workshopangebote richten sich an Menschen, die

  • in Übergangssituationen, offenen Zukünften und Zeiten schnellen Wandels Selbstwirksamkeit erlangen und handlungsfähig bleiben wollen,
  • generell wissen möchten, wie Handlungsalternativen und neue Ideen gefunden werden.

Das Provisorium
Wer ein Provisorium erstellt, handelt meist spontan und löst aus dem Stegreif ein Problem – zumindest für eine bestimmte Zeit. Die Mittel dazu kommen aus dem, was naheliegt, aus einem unmittelbaren Bezugsrahmen.

Das Provisorium ist ein Resultat des Improvisierens, eine Kerntätigkeit, die zutiefst im menschlichen Handeln verankert ist und in nahezu allen Zusammenhängen vorkommt: In kleinen übersichtlichen Situationen (Provisorien im Haushalt) ebenso wie im Hinblick auf gravierende Fragestellungen in offenen Kontexten und unsicheren Verhältnissen. Die Bandbreite ist groß – sie reicht von der Notlösung zur hohen Kunstform in der Musik und den darstellenden Künsten; vom Salatdressing zum improvisierten Tanz, von der spontanen Rede bis zu staatenübergreifenden politischen Entscheidungen.

Improvisation ist milieuübergreifend, kommt in allen Kulturen vor und stellt Gemeinsamkeiten und Analogien zwischen weit entfernten Disziplinen her; es ist ein „radikal interdisziplinäres Feld“, so George E. Lewis in seinem Vorwort zu den „Critical Improvisation Studies“ (Lewis, George E.; Piekut, Benjamin: The Oxford Handbook of Critical Improvisation Studies, Volume 1 + 2, Oxford 2016: p. 20).

Wir fragen: Wie lassen sich Kreativität, Improvisation und Inspiration heutzutage thematisieren, in welchem Verhältnis stehen diese Themen bspw. zur fortschreitenden Digitalisierung? Welche Aspekte des kreativen Handelns lassen sich nicht automatisieren? Wie gestalten sich die Berührungspunkte zum Digitalen?

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