Wer ein Provisorium erstellt, handelt meist spontan und löst aus dem Stegreif ein Problem – zumindest für eine bestimmte Zeit. Die Mittel dazu kommen aus dem was naheliegt, aus einem unmittelbaren Bezugsrahmen.


Das Provisorium ist die kleine Schwester der Improvisation. Es folgt zwar den gleichen Grundprinzipien wie das große Vorbild, unterliegt aber weniger dem Anspruch hoher Kunstfertigkeit. Eher stehen die initiierende Handlung und der Gebrauchswert einer Lösung im Mittelpunkt.


Provisorien sind schillernde Gestalten, die in nahezu allen Professionen und Kontexten vorkommen, äußerst verschieden in Form, Farbe und Ausprägung. Auch Organisationen, Staatsformen und Planungen können provisorisch sein. Sie alle verbindet die Strategie der Handlung, die lautet: »Das machen wir jetzt erst einmal so!«


Die »Schule des Provisorischen« steht für daraus abgeleitete didaktische Ansätze und ihre Übertragungen in die Kontexte »Kunst«, »Planung« und weitere kreative sowie pädagogische Zusammenhänge. Sie lehrt, Brücken in den Nebel hinein zu bauen und so in unbestimmten Situationen handlungsfähig zu werden.


Wir bieten Seminare und Workshops zum Thema.

Provisorium im Film Apollo 13

Die Schule des Provisorischen

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